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Blogbeiträge (45)

  • Das Smaragdeidechsen-Zentrum

    Die westliche Smaragdeidechse (Lacerta bilineata) in der Galerie unten ist eines von drei erwachsenen Männchen, die ich im Mai 2021 angetroffen habe und die sich offenbar dasselbe Territorium teilen (ein Gebiet von einigen hundert Quadratmetern, das auch meinen Garten, die schmale Straße direkt darunter und Teile einer Pferdeweide auf der anderen Seite dieser Straße einschließt). Im Zentrum dieses doch beachtlichen Reiches der Eidechsen wächst eine junge Eiche, die fast vollständig von verschiedenen Straucharten überwuchert ist. Der eine Strauch, der alles andere dominiert und die meisten anderen Sträucher und die Hälfte der Eiche mit einem dichten Teppich aus saftig grünen Blättern bedeckt, ist ein wunderschönes Geißblatt, dessen Blüten eine Vielzahl verschiedener Insekten anlocken. Es war mir bewusst, dass "meine" Smaragdeidechsen diesen Busch mögen, aber dieses Jahr war ich überrascht, dass so ziemlich die gesamte hiesige Lacerta bilineata Population dorthin umgezogen zu sein scheint. Dieses Gebüsch ist sozusagen zum "Smaragdeidechsen-Zentrum" geworden, und die Tiere verbringen den Grossteil des Tages darin. Es befindet sich direkt gegenüber meiner Pergola auf der anderen Straßenseite, und ich kann meine Reptiliennachbarn leicht aus kurzer Entfernung beobachten, ohne sie zu stören. Die Weibchen, von denen ich mindestens vier adulte Individuen gezählt habe, scheinen das Geißblatt nur selten zu verlassen. Jedes von ihnen bewohnt einen anderen Teil des Busches, und gemäss meiner Beobachtungen bleiben sie innerhalb ihrer ziemlich kleinen "Sektionen" des Strauches, ohne die "Grenzen" zu den Territorien der anderen Damen zu überschreiten. Das größte Weibchen sucht auch gelegentlich den Boden auf (ich bin sicher, dass die anderen Weibchen das auch tun, ich habe sie nur noch nicht dabei gesehen). Die drei Männchen klettern im ganzen Busch herum; sie scheinen zwischen den verschiedenen Weibchen hin und her zu "wandern", aber nie zur gleichen Zeit. Sie versuchen offensichtlich, sich gegenseitig aus dem Weg zu gehen und suchen sich für ihren jeweiligen Aufenthalt im Strauch unterschiedliche Tageszeiten aus. Es gibt auch einige Jungtiere, von denen ich glaube, dass sie erst letzten Sommer/Herbst geschlüpft sind. Ich konnte mindestens zwei Individuen unterscheiden (weil eines eine sehr deutlich erkennbare dunkle Schuppe auf dem Kopf hat), obwohl ich glaube, dass es mindestens ein halbes Dutzend gibt, die nur schwer zu unterscheiden sind, weil sie noch keine erkennbaren Farbmuster entwickelt haben (sie sind fast alle braun mit gelblich-grünen Bäuchen und Kehlen). Es macht offensichtlich Sinn, dass die Smaragdeidechsen diesen Busch besiedelt haben; das Gewächs bietet ihnen eine hervorragende Deckung (besonders die Jungtiere und die Weibchen sind farblich so perfekt an die Blätter angepasst, dass sie praktisch unsichtbar werden). Es bietet Sicherheit vor Boden-Raubtieren wie Katzen oder Zornnattern, und, was vielleicht am wichtigsten ist, es gibt eine Fülle von Nahrung (selbst wenn der Strauch noch nicht blüht wird er von allen Arten von Spinnen, Schnecken und Insekten besucht und auch bewohnt, ganz besonders von Fliegen). Daher stammen die meisten Fotos, die ich dieses Jahr machen konnte, entweder von Tieren in diesem Busch oder sie wurden auf dem Boden direkt daneben aufgenommen. Dieses schöne Männchen, das die Morgensonne auf den Blättern des Geißblattes genießt, ist nun das erste "Fotomodell", das ich hier teilen werde. Die Fotos von diesem Tier waren auch einige der ersten, die ich mit meiner neuen Kamera von Smaragdeidechsen machen konnte (für die Nerds unter euch: es ist eine Sony DSC RX10 MIV, und bisher ich bin sehr zufrieden damit).

  • Smaragadeidechsen Yoga

    Diese junge Smaragdeidechse (Lacerta bilineata) ist wieder diejenige mit der markanten dunklen Schuppe auf dem Kopf, die sich meinen Garten im Mai 2021 als Habitat ausgesucht hat. Der Lieblingsplatz des kleinen Kerlchens ist normalerweise ein schöner, flacher Stein unter den Zucchini-Setzlingen, aber hier hat es sich ausnahmsweise einen Zementquader ausgesucht (den ich präzise zu dem Zweck dort hingestellt hatte, dass er einen guten Platz zum Sonnenbaden für Eidechsen abgeben würde - somit hat es mich natürlich sehr gefreut, dass er von der kleinen Lacerta bilineata entsprchend genutzt wurde :-). Es war witzig, dem Eidechsenbaby dabei zuzusehen, wie es die Sonne auf diesem Stein genoss; es änderte ständig seine Position, um die perfekte Haltung zu finden, an der es sowohl am bequemsten war, gleichzeitig aber auch die maximale Menge an Sonnenlicht abbekam, und ich konnte nicht umhin, als an jemanden zu denken, der Yoga-Stellungen einnimmt. Als ich mit meiner Kamera näher kam und mich die Kleine Echse entdeckte, schien ich jedoch ihre Konzentration etwas gestört zu haben, und wie man an ihren skeptischen Blicken unschwer erkennen kann, traute die kleine Smaragdeidechse dem seltsamen, zweibeinigen Riesen mit seinem komischen Apparat keine Sekunde.

  • Westliche Smaragdeidechse (Lacerta Bilineata) - Ernährung der Jungtiere

    Wie ich bereits in mehreren Blogbeiträgen erwähnt habe, residiert unsere lokale Smaragdeidechsen Population derzeit in einem Geißblattstrauch, der eine junge Eiche überwuchert. Es gibt viele gute Gründe, warum die Smaragdeidechsen diesen Strauch besiedelt haben: Er bietet Sicherheit vor Fressfeinden am Boden, viel Deckung vor Gefahren von oben (wie z. B. vor Falken oder Bussarden), und die natürliche grüne Tarnung der Reptilien fügt sich hervorragend in den dichten Blätterteppich ein, der sich über sieben oder acht Meter erstreckt. Was mir aber auch aufgefallen ist: Noch bevor der Geissblattstrauch zu blühen beginnt und zu einem veritablen "Insekten-Eldorado" wird, zieht er bereits unzählige Krabbeltiere an; vor allem Fliegen scheinen von seinen Blättern fast magisch angezogen zu werden (im Englischen heisst die Pflanze "Fly Honeysuckle"; man könnte fast vermuten, dass dieser Name nicht zufällig gewählt ist ;-). Die Fliegen stellen natürlich eine hervorragende Nahrungsquelle für die Eidechsen dar, und wie ich beobachtet habe, könnte es gerade für junge Smaragdeidechsen sogar überlebenswichtig sein, dass ihnen die Beute in diesem Busch praktisch ins Maul fliegt und sie sich nicht viel bewegen müssen, um an Nahrung zu kommen. Die Baby-Eidechsen sind besonders gefährdet durch Fressfeinde, und sie bleiben meist regungslos zwischen den Blättern und verlassen sich auf ihre braungrüne Tarnung, wenn Gefahr droht. Im Gegensatz zu den erwachsenen Tieren, die oft schon flüchten, bevor man sie überhaupt sieht, ergreifen die Jungtiere meiner Erfahrung nach erst im letzten Moment die Flucht. Das macht durchaus Sinn, denn solange sie sich nicht bewegen, sind sie nicht nur nahezu unsichtbar, sondern verursachen auch keine Vibrationen oder Geräusche, so dass Raubtiere wie Schlangen, Katzen oder Raubvögel es sehr schwer haben, sie zu finden. Die jungen Smaragdeidechsen, die ich beobachten konnte, verharrten oft stundenlang an der gleichen Stelle und warteten regungslos, bis eine unglückliche Fliege auf einem Blatt direkt vor ihrem Maul landete. Und dann mussten sie nur noch eine rasche Vorwärtsbewegung mit dem Kopf machen, und schon hatten sie einen saftigen Happen - ohne gefährliche Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Die folgende Fotgalerie ist somit diesen Fliegen gewidmet, die ich sämtlich auf dem besagten Geißblattstrauch - der "Smaragdeidechsen-Zentrale" - im Mai 2021 fotografiert habe. Abgesehen davon, dass sie eine ausgezeichnete Nahrungsquelle für viele Tiere darstellen, sind diese Insekten auch wichtige Bestäuber für viele Pflanzen, und aus der Nähe betrachtet sind sie faszinierende "Aliens", die mich immer wieder mit ihrer fremdartigen Schönheit in ihren Bann ziehen.

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  • OTHER FAUNA | Lacerta Bilineata

    A collection of some of my favorite photos of other typical fauna in the Lacerta bilineata habitat (click to enlarge): Out of gallery

  • Lacerta Bilineata: The Western Green Lizard | Lacerta Bilineata

    Out of gallery About this site: ​ I'm not a professional photographer, I'm just a guy with a camera who loves to observe the wildlife around his vacation home in the beautiful Malcantone region of the Ticino, the Italian-speaking part of Switzerland. Over the years, one particular animal has captured my attention more than any other of the various non-human visitors and residents in my garden, because its exotic beauty and considerable size (up to 45 cm/17.7 inches including the tail) immediately draw the eye: the western green lizard (Lacerta bilineata), which the locals call "ramarro" or "ghezz/sghezz". In the local Italian dialect, the word "sghezzare" means "to scare", and I can kinda see how that name for the animal came about; not only is this "flamboyant" little dragon much bigger than all other lizards in the region, it also displays such stunning colors - particularly during mating season - that upon an unexpected first sighting where it might suddenly scurry across your path it could certainly give you a good scare. My own first impression was that this had to be something escaped from a zoo, since encountering such a "bird of paradise" outside a tropical jungle (and in my garden of all places!) seemed weirdly out of place. But nope, the "ramarro" belongs as much to the local fauna as its smaller cousin, the common wall lizard (Podarcis muralis), and although it is much rarer than its less eccentric looking relative and usually flees immediately when approached, with a little patience (and through the high art of the sneaky stealth approach which I have perfected ;-) it's possible to observe it up close and capture it on camera. Also, I've found these lizards to be rather intelligent; they keenly observe their surroundings and seem very curious as to what goes on in their territory. On more than one occasion when I've been rummaging around in the garden (cutting the grass or plucking weeds from the vegetable patch) I've unexpectedly found myself at the center of reptilian scrutiny as a male ramarro would emerge from its hiding place and observe with a critical eye what all the ruckus in its habitat was about. Despite all my noise and hectic movement - which would normally scare away reptiles such as snakes and lizards - it would remain there and watch me attentively, and I could even observe how it would later go on to closely inspect the premises once I had stopped my activity and retreated to a certain distance. I know as humans we tend to humanize animal behavior (and I'm obviously guilty of that as well), but it's hard not to once you observe the expressive eyes of a "ghezz" up close. I've also found that these animals adapt their behavior with regards to humans over time; once they've decided you're not a threat - which is usually after you've consistently been entering their habitat for a couple of days - they become more tolerant of your presence and only flee when your approach is sudden and unexpected or you get far within their flight zone. Out of gallery I know from Youtube videos that there are people who managed to gain the trust of wild green lizards to the point where they were able to feed them by hand or even stroke them, but I've never attempted to do that myself. I'm content to observe their natural behavior, and I'm more than happy if I succeed in taking a good picture every once in a while - which I can then share with people who have a similar passion for the beauty of nature as I do. And that, my friends, is precisely the purpose of this website: to share pics of this beautiful animal (and occasionally other visitors to my garden of the non-homo-sapiens-sapiens variety) with like-minded folk. All the photos you find here were taken in and around my garden and only depict wild animals (and for the nerds among you: the camera I used from 2021 onwards is a Sony DSC RX10 Mark IV; the older photos were with very few exceptions taken with a Canon PowerShot SX 700 HS). As already mentioned I'm not a professional photographer, so please do excuse the somewhat varying quality of the pictures. Oh, and I'm not a biologist or lizard expert either (though a friend of mine jokingly calls me a "ghezzpert" sometimes ;-), so if you notice I messed up the description of a photo, don't hesitate to let me know. That's all; I hope you enjoy these pics - and don't be shy to use the comments section underneath the blog photos if you feel like letting me know your thoughts or if you have questions.

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