Westliche Smaragdeidechse (Lacerta Bilineata): Suche
Wer Informationen über Westliche Smaragdeidechsen (Lacerta bilineata) sucht, oder einfach nur schöne Fotos, ist hier richtig. Was als kleines Fotoprojekt begonnen hat, um mir während des Covid Lockdowns die Zeit zu vertreiben, ist mittlerweile zum online "Smaragdeidechsen-Lexikon" geworden, in dem der Suchende alles über die faszinierenden und wunderschönen Reptilien findet: Verbreitung, Ernährung, Habitat, Verhalten, Lebenserwartung und eine ausführliche Beschreibung der Art sowie Anekdoten über meine eigenen Erlebnisse und Beobachtungen. Und natürlich vor allem: viele, viele Fotos :-)
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- Wieso Haben Smaragdeidechsen Einen Blauen Kopf?
Das Männchen der Westlichen Smaragdeidechse (Lacerta bilineata) zeigt sein leuchtend blaues Gesicht (Foto: Malcantone, Tessin, CH) Smaragdeidechsen haben nur während der Paarungszeit von ca April bis Juni einen blauen Kopf; besonders intensiv sind die Farben während dieser Zeit bei den Männchen, deren Gesicht und Kehle sich in leuchtendem Blau oder Türkis präsentieren. Dies gilt sowohl für die Westliche Smaragdeidechse (Lacerta bilineata) als auch die Östliche Smaragdeidechse (Lacerta viridis) und die Iberische Smaragdeidechse (Lacerta schreiberi). Ein Männchen der Westlichen Smaragdeidechse streckt seinen intensiv blauen Kopf aus einem Haufen Stroh (Foto: Malcantone, Ticino, CH) Die auffällige Farbe signalisiert den Weibchen - aber auch potenziellen Rivalen im Revier - ihre Stärke, Gesundheit und Dominanz. Aber auch die weiblichen Vertreter dieser wunderschönen Reptilien zeigen sich im Frühling etwas farbiger und sind manchmal fast genauso bunt, wie die Männchen. Allerdings ist das eher eine Ausnahme; normalerweise sind die Weibchen deutlich weniger auffällig gefärbt, als die männlichen Eidechsen. Männchen und Weibchen der Westlichen Smaragdeidechse während der Paarungszeit: beide Geschlechter präsentieren leuchtende Farben und haben ein blaues (M), beziehungsweise türkises (W), Gesicht (Foto: Malcantone, Tessin, CH) Die auffällige Färbung der Smaragdeidechsen wird mit der ersten Häutung nach der Winterruhe - welche von ca. Oktober bis März dauert - sichtbar; ausserhalb der Paarungszeit sind beide Geschlechter vorwiegend grün gefärbt und damit gut getarnt. Eine weitere Smaragdeidechsen-Spezies, die Balkan-Riesensmaragdeidechse (Lacerta trilineata) bleibt in der Regel das gesamte Jahr über grün und entwickelt keinen leuchtend blauen Kopf während der Paarungszeit. Männliche Westliche Smaragdeidechse ausserhalb der Paarungszeit im August; der Kopf ist nicht blau, das Tier ist gut getarnt zwischen den Blättern eines Strauchs (Foto: Malcantone, Tessin, CH). Weibliche Westliche Smaragdeidechse ausserhalb der Paarungszeit im August (Foto: Malcantone, Tessin, CH) Wer einen direkten Vergleich der Farben bei den selben Indidviduen während - sowie ausserhalb - der Paarungszeit sehen möchte, findet hier mehr Fotos zu dem Thema .
- Was Fressen Mauereidechsen?
Eine Mauereidechse (Podarcis muralis) frisst einen Käfer (Foto: Malcantone, Ticino, CH) Mauereidechsen fressen vor allem wirbellose Tiere, am liebsten Raupen, Käfer, Schnecken, Spinnen, Asseln und ähnliches. Insekten machen zwar einen Grossteil ihrer Nahrung aus, aber grundsätzlich wird alles Kleingetier verschlungen, das ins Maul der Eidechse passt. Bisweilen sogar die eigenen Artgenossen. Ein grosses Mauereidechsenmännchen frisst ein kleineres Weibchen: Kannibalismus kommt bei der Spezies Podarcis muralis zwar vor, ist aber eher selten (Foto: Malcantone, Ticino, CH) Mauereidechsen können zwar sehr schnell rennen, dennoch sieht man sie selten eine Beute verfolgen. Stattdessen suchen sie züngelnd den Boden ab - Eidechsen riechen mit ihrer Zunge - bis sie etwas Essbares wie einen Wurm oder eine Nacktschnecke gefunden haben. Aber die Eidechsen lauern ihrer Beute auch gerne auf; sie klettern auf eine erhöhte Position wie zum Beispiel eine Mauer, neben welcher Blumen wachsen, und warten, bis ein Insekt auf einer Blüte landet. Dann wird die Beute mit einem Sprung auf die Blüte erwischt, wobei die Eidechse selbst meist zu schwer für die Blume ist und dann unsanft auf dem Boden landet. Dies macht ihr jedoch nichts aus; Mauereidechsen überstehen selbst Sprünge aus mehreren Metern Höhe auf den Boden in der Regel unbeschadet. Mauereidechsen trinken gerne Wasser, sofern dieses (z.B. als Tautropfen an Blättern) vorhanden ist, ansonsten nehmen sie Flüssigkeit über ihre Nahrung auf und fressen auch hin und wieder mal eine saftige Beere. Den Hauptanteil ihrer Nahrung macht aber eindeutig tierische Kost aus. Eine Mauereidechse frisst eine Kirsche (Foto: Malcantone, Ticino, CH) Es ist wichtig zu betonen, dass Mauereidechsen keinerlei Schäden an Gärten verursachen; sie beissen nicht, sind nicht giftig und sind hervorragande Schädlingsbekämpfer, da praktisch alle Schädlinge (wie z.B. Japankäfer, Nacktschnecken, Buchszünsler u.s.w.) auf ihrem Speiseplan stehen. Zudem ist die Präsenz von Mauereidechsen ein Indikator für die gute Gesundheit eines Ökosystems: wer diese wunderschönen Reptilien in seinem Garten findet, darf sich also glücklich schätzen. Und wer sie gerne in seinem Garten hätte, findet hier die wichtigsten Tipps , wie man den eigenen Garten so gestaltet, dass sich Eidechsen darin wohl fühlen. Eine Mauereidechse sonnt sich auf den Blüten einer Hortensie (Foto: Malcantone, Ticino, CH) Falls Sie Interesse haben, finden Sie eine Auswahl meiner besten Tier- und Naturfotos hier
- Ein Riesiger Käfer Mit Zangen Wie Ein Geweih: Der Hirschkäfer
Ein riesiger Käfer mit einem beeindruckenden "Geweih": das Männchen des Hirschkäfers Sie haben einen riesigen Käfer gesehen mit geweihartigen Zangen am Kopf? Hierbei dürfte es sich um einen Hirschkäfer (Lucanus cervus) gehandelt haben: den grössten Käfer Europas. Hirschkäfermännchen auf Moos Trotz seines gefährlich aussehenden "Geweihs" - wobei es sich eigentlich um die "Mandiblen", also die Oberkiefer handelt - ist der Hirschkäfer für Menschen vollkommen ungefährlich. Allerdings kann er sich schon wehren, und wenn man versucht, ihn in die Hand zu nehmen, kann er einen schmerzhaft in den Finger zwicken (ich spreche aus Erfahrung ;-) Kann mit seinen kräftigen Mandiblen schmerzhaft zupacken: der Hirschkäfer Es handelt sich beim Hirschkäfer auch nicht um einen Schädling, und man sollte sich glücklich schätzen, wenn man diese wunderschönen Insekten sieht, denn sie sind vielerorts sehr selten geworden und in den meisten Ländern streng geschützt. Das "Geweih" ist nur bei den Männchen ausgebildet; die weiblichen Käfer haben keine vergrösserten Kiefer und sind in der Regel deutlich kleiner. Weibchen des Hirschkäfers: im Gegensatz zu den Männchen haben sie kein "Geweih" Die Grösse fällt bei dieser Käferart aber generell sehr unterschiedlich aus, was stark von der Region und den Nahrungsbedingungen während ihres Larvenstadiums abhängt. Hirschkäfer verbringen nämlich den Grossteil ihres Lebens - zwischen drei bis maximal acht Jahre - als Larve in totem Holz (vorwiegend von Eichen, aber auch von anderen Bäumen), von dem sie sich ernähren. Je besser die Umweltbedingungen und die Qalität der Nahrung sind, und je länger das Larvenstadium dauert, desto grösser ist der erwachsene Käfer nach der Verpuppung und desto länger ist auch sein "Geweih", wobei die grössten Männchen bis fast 10 cm lang werden können (die kleinsten hingegen nur etwa 3.5 cm). Das Leben als erwachsener Hirschkäfer dauert allerdings nur wenige Wochen oder Monate; die Tiere schlüpfen in der Regel frühestens ab Ende Mai, paaren sich dann und sterben schon im Spätsommer (die Weibchen leben etwas länger als die Männchen und sterben nach der Eiablage). Trotz ihrer beindruckenden Grösse sind Hirschkäfer flugfähig; während ihrer kurzen Lebenszeit als erwachsene Käfer sieht man sie vor allem während der Abenddämmerung im Juni und Juli fliegen, wenn sie auf der Suche nach einem Partner oder nach Nahrung sind. Männchen des Hirschkäfers beim Abflug Sie ernähren sich von Pflanzensäften, insbesondere aus der Rinde von Eichen, aber auch von anderen Laubbäumen. In meinem Garten im Tessin (Schweiz), wo alle hier gezeigten Fotos entstanden sind, wurden die Hirschkäfer von den faulenden Früchten in meinem Feigenbaum angezogen, an denen sie stundenlang leckten. Männlicher Hirschkäfer beim Lecken an einer verfaulten Feige Hirschkäfermännchen auf einer verdorbenen Feige Falls Sie Interesse haben, finden Sie eine Auswahl meiner besten Tier- und Naturfotos hier
- Der Tödliche Biss der Kreuzspinne
Hier beisst die Kreuzspinne ihr Opfer Der Biss von Kreuzspinnen ist zwar für Menschen nicht gefährlich, dafür aber umso tödlicher für Insekten, die in ihr Netz geraten. Auf den Fotos ist gut zu sehen, wie diese Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus) mit ihren Cheliceren einer Wespe ihr Gift injiziert. Die Giftklauen - die "Cheliceren" - der Kreuzspinne sind auf dem Foto gut zu sehen Dass ich genau diesen Augenblick des Zubeissens mit der Kamera erwischt habe, war reines Glück, da die Wespe genau in dem Moment ins Netz flog, als ich versuchte, eine riesige Kreuzspinne in meinem Garten zu fotografieren. Innert Sekunden hatte die Spinne das Insekt eingewickelt, und ich klickte währenddessen wild drauflos. Das Opfer - eine Dolchwespe (Scolia hirta) - versuchte, sich mit ihrem Stachel zu wehren, aber ab dem Moment, als die Spinne ihr Gift injizierte, war der Kampf augenblicklich vorbei. Die Kreuzspinne versenkt ihre Cheliceren tief in die Wespe, das Gift wird die inneren Strukturen des Opfers auflösen und verflüssigen Nachdem das Gift der Kreuzspinne seine Wirkung getätigt hat und sich das Innere der Wespe verflüssigt hat, wird sie von der Spinne ausgesaugt Die Gartenkreuzspinne gehört mit bis zu ca. 2.2 cm Körperlänge (die Beine nicht eingerechnet) zu den grössten europäischen Spinnen. Je nach Umgebung kann diese Spezies unterschiedlich gefärbt sein; sie wird zwischen 1 bis maximal 3 Jahre alt, je nach Umweltbedingungen, und ist häufig in unseren Gärten anzutreffen. Die Männchen sind deutlich kleiner als die Weibchen und leben auch weniger lang; zudem ist es ist nicht selten, dass sie nach der Paarung von den Weibchen gefressen werden. Gegenüber Menschen sind Kreuzspinnen nicht aggressiv, und man müsste sie schon sehr stark provozieren oder in der Hand halten, dass sie zubeissen. Die grössten Exemplare vermögen mit ihren Cheliceren die menschliche Haut an ihren dünnsten Stellen bei einem Biss zu durchdringen, das Gift ist für Menschen jedoch harmlos (ausser jemand reagiert allergisch). Eine Kreuzspinne hat eine Fliege erwischt Falls Sie Interesse haben, finden Sie eine Auswahl meiner besten Tier- und Naturfotos hier
- Die Schlange, Die Zubeisst: Die Gelbgrüne Zornnatter (Hierophis Viridiflavus)
Die Schlange, die am ehesten zubeisst: die Gelbgrüne Zornnatter (Jungtier, fotografiert in meinem Garten im Tessin) Die "aggressivste" Schlangenart in Europa - in dem Sinne, dass sie im Vergleich zu anderen hier heimischen Arten etwas eher dazu neigt, Menschen zu beißen oder anzugreifen, wenn man ihr zu nahe kommt - ist wohl die Zornnatter (Hierophis viridiflavus). Diese große Natternart kann in seltenen Fällen bis zu zwei Meter lang werden und wenn sie sich bedroht fühlt, zeigt sie sich ziemlich "beissfreudig" - das ist die schlechte Nachricht. Die gute Nachricht ist, dass diese Schlange wie alle europäischen Nattern völlig harmlos ist; sie ist zudem extrem scheu und hat eine wunderschöne Zeichnung ("gelbgrün" ist sie zwar nicht, ausgewachsene Tiere sind vorwiegend schwarzgelb, und es existiert auch die melanistische bzw. vorwiegend schwarze Unterart Hierophis viridiflavus carbonarius). Zudem ist es wichtig zu erwähnen, dass Schlangenbisse in Europa im Allgemeinen höchst selten sind. Wehrhaft aber ungefährlich: die Gelbgrüne Zornnatter (Jungtier, in meinem Garten im Tessin fotografiert) Die Aussage, dass die Zornnatter etwas eher dazu neigt, zu beissen, als andere Schlangen, bedeutet also nicht, dass solche Vorfälle häufig sind: sie sind im Gegenteil extrem rar und in den allermeisten Fällen zweifellos durch den Menschen provoziert. Unsere einheimischen Arten beissen nur, wenn sie Todesangst haben und sich verteidigen wollen, und dasselbe gilt auch für die Zornnatter. Erst vor kurzem wurde entdeckt, dass einige Zähne im hinteren Kieferbereich von Zornnattern leicht giftig sind (was wahrscheinlich der Grund ist, wieso diese Spezies beim Zubeissen auf der von ihr gebissenen Stelle geradezu "herumkaut"; mit diesem Vorgehen versucht sie anscheinend, die hinteren Zähne in ihr Opfer oder ihren Feind zu bekommen). Das Gift ist für den Menschen jedoch nicht gefährlich; tatsächlich ist ein Biss der Zornnatter in der Regel aufgrund ihrer winzigen Zähne und der relativ geringen Bisskraft nicht einmal schmerzhaft. Zu Angriffen auf Menschen kommt es entweder, wenn die Schlange überrascht wird und der Mensch ihr bereits so nahe ist, dass sie nicht mehr ans Fliehen denkt, oder wenn sie in die Enge getrieben wird und keinen Ausweg sieht. Adulte Gelbgrüne Zornnatter (fotografiert im Misox) Was die Art zur „aggressivsten“ in Europa macht (das Wort steht in Anführungszeichen, weil keine europäische Schlangenart mit gutem Gewissen als aggressiv bezeichnet werden kann), ist eine faszinierende Charaktereigenschaft, die der Zornnatter auch ihren Namen eingetragen hat. Im Gegensatz zu den meisten anderen Schlangenarten in Europa, die Menschen erst angreifen, wenn man ihnen extrem nahe kommt oder sie berührt (und häufig nicht mal dann), sind Zornnattern etwas weniger "pazifistisch". Besonders bei grösseren Exemplaren kann es sein, dass auch schon eine Distanz von zwei Metern als zu nah empfunden wird und die Schlange in den Verteidigungsmodus übergeht, anstatt zu fliehen. Eine solche Begegnung kann einem schon einen Schreck einjagen, denn die Zornnatter zischt und "faucht" dann laut und richtet sich auf, um größer zu erscheinen - aber wie bereits erwähnt, stellt sie keine Gefahr für den Menschen dar. Wenn man sich zurückzieht und ihr die Möglichkeit gibt, zu fliehen, wird sie diese dankbar nutzen und eine Konfrontation vermeiden. Trotz ihres etwas "streitlustigen" Charakters, sollte man sich glücklich schätzen, wenn man eine Zornnatter sieht, denn das hochsensible Reptil spürt die durch unsere Schritte verursachten Vibrationen im Boden und versteckt sich normalerweise, bevor man nah genug ist, um es zu entdecken. Die Zornnatter ist übrigens die schnellste Schlange Europas - sie kann eine Geschwindigkeit von 11 km/h erreichen - und ist eine unglaublich wendige Jägerin, die auch hervorragend klettern kann. Sie ernährt sich bevorzugt von Eidechsen, erbeutet aber auch andere kleine Wirbeltiere wie Vögel, Nagetiere und Amphibien (und in seltenen Fällen sogar Fische). Die Art kommt in Andorra, Kroatien, Frankreich, Griechenland, Italien, Malta, Slowenien, Spanien, Luxemburg und der Schweiz vor. Die Fotos habe ich mit einer Ausnahme alle in meinem Garten im Tessin in der Schweiz gemacht. Für mich ist es eine grosse Freude, dass diese wunderschönen Tiere hin und wieder meinen Garten besuchen, und ich bemühe mich aktiv darum, meinen Garten reptilienfreundlich zu gestalten (lesen sie dazu auch folgenden Post: https://de.lacerta-bilineata.com/post/eidechsen-in-den-garten-locken ). Denn leider sind in Europa die meisten Reptilienarten bedroht, weil wir ihren Lebensraum zerstören. Eine subadulte Gelbgrüne Zornnatter sonnt sich auf einer Wurzel in meinem Garten Falls Sie Interesse haben, finden Sie eine Auswahl meiner besten Tier- und Naturfotos hier
- Einer Der Seltensten Vögel Der Schweiz: Der Bienenfresser (Merops Apiaster)
Bienenfresser (Merops apiaster) in einem abgestorbenen Baum (Tessin, Schweiz) Der Bienenfresser ist einer der buntesten Vögel Europas und äusserst selten in nördlichen Ländern wie der Schweiz, Deutschland und Österreich anzutreffen. Dass ich ihn von meinem Garten im Tessin aus beobachten konnte war daher eine Sensation für mich! Diese wunderbar farbigen Vögel überwintern normalerweise in Afrika und waren wohl nur auf der Durchreise bei uns im Malcantone auf dem Weg nach Südeuropa (mittleweile gibt es allerdings ca. 100 Brutpaare in der Schweiz). Ich konnte sie fast eine Stunde lang beobachten, wie sie in einer Gruppe zusammen sassen - was typisch ist für die Art - und von den Ästen eines abgestorbenen Baumes aus Jagd auf Insekten machten. Diese Vögel ernähren sich vor allem von Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen, deren Stachel und Gift sie durch geschicktes Schlagen der Beute gegen Äste unschädlich machen. Die Fotos hab ich aus ca. 70 Metern Entfernung von meinem Garten aus aufgenommen, weswegen die Qualität der Bilder leider miserabel ist (ich zeige sie hier nur, weil diese Sichtung für mich so aussergewöhnlich war - normalerweise habe ich höhere Ansprüche an meine Fotos). Bienenfresser, von meinem Garten im Tessin aus fotografiert Gruppe von Bienenfressern in einem abgestorbenen Baum Falls Sie Interesse haben, finden Sie eine Auswahl meiner besten Tier- und Naturfotos hier
- Ist Der Biss Von Eidechsen Gefährlich?
Vor einem Eidechsenbiss braucht sich niemand zu fürchten (und diese Smaragdeidechse ist nur am Gähnen) Der Biss aller in Europa heimischen Eidechsen ist für Menschen völlig harmlos. Wildlebende Eidechsen beissen Menschen auch nicht von sich aus, ausser man fängt sie und hält sie in der Hand; dass sie dann in Todesangst zubeissen ist ja auch nachvollziehbar. Ein solcher Biss ist weder giftig noch schmerzhaft; die meisten Eidechsen haben nur winzige Zähne, die man kaum spürt. Die winzigen Zähne im Maul dieser Eidechse (einer Mauereidechse) sind kaum sichtbar Natürlich ist nie komplett auszuschliessen, dass Bakterien, welche die Eidechse auf oder in sich trägt, in allenfalls schon vorher vorhandene kleine Wunden oder Ritzungen der Haut eindringen, oder dass Allergiker besonders empfindlich reagieren, aber dieses Risiko ist sehr gering (oder sicher nicht grösser, als bei einem Insektenstich oder bei kleinen Hautverletzungen die durch normale Gartenarbeit entstehen). Jedenfalls muss niemand vor Eidechsen Angst haben - im Gegenteil: es sind wunderschöne Tiere, die im Garten äusserst nützlich sind, weil sie auch die lästigen Nacktschnecken auf ihrem Menu haben. Leider sind sie vielerorts selten geworden, und man kann ihnen helfen, indem man seinen Garten bewusst naturnah belässt oder reptilienfreundlich gestaltet (wie das geht, sehen Sie hier ). Eine Smaragdeidechse sonnt sich auf einem Holzhaufen in meinem Garten Ein sympathisches Smaragdeidechsenmännchen lugt unter dem Lavendel in meinem Garten hervor Falls Sie Interesse haben, finden Sie eine Auswahl meiner besten Tier- und Naturfotos hier
- Die Mauereidechse: Beschreibung Der Art
Mauereidechse (Podarcis muralis) mit besonders intensiven Farben Die Mauereidechse (Podarcis muralis) ist eine Eidechsenart mit einer weiten Verbreitung in Europa. Die wunderschönen Reptilien kommen in Deutschland vor allem im Südwesten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz vor; in der Schweiz ist sie zwar mehrheitlich auf der Südseite der Alpen im Tessin anzutreffen, jedoch verbreitet sie sich auch im Norden mehr und mehr. Sowohl in Deutschland wie in der Schweiz existieren aber viele kleine Populationen in anderen Landesteilen, wo die Tiere eingeschleppt wurden. In Grossbritannien war sie wahrscheinlich ursprünglich nicht heimisch, sie wurde dort in der Neuzeit aber eingeführt, und mittlerweile gibt es mehrere wachsende Populationen in verschiedenen Teilen des Landes. Die Reptilien wurden auch in Nordamerika eingeführt, wo sie manchmal als Europäische Mauereidechsen (European Wall Lizard) oder Lazarus Eidechse (Lazarus Lizard) bezeichnet werden. Podarcis muralis kann bis zu 20 cm lang werden und ist eine kleine, dünne Echse, deren Schuppen in Farbe und Musterung stark variieren, was man auf den Fotos unten gut erkennen kann. Die Weibchen sind in der Regel etwas kleiner als die Männchen. Mauereidechsen ernähren sich hauptsächlich von Gliederfüßern wie Insekten und Spinnen, sie mögen aber auch Schnecken und Würmer. Die Tiere sind nicht wählerisch und fressen eigentlich so ziemlich alles Getier, was in ihr Maul passt - und gelegentlich auch mal eine Beere. Mauereidechse (Podarcis muralis) beisst in eine Kirsche Mauereidechsen teilen sich oftmals denselben Lebensraum mit den erheblich größeren Smaragdeidechsen (Lacerta bilineata) , und falls Sie sich nun fragen, wie sie mit ihren dominanteren und viel auffälliger gefärbten Cousinen auskommen, so lautet die Antwort: "It's complicated" ;-) Kleinere Exemplare von Podarcis muralis rennen wie der Teufel, wenn sie in die Nähe einer ausgewachsenen Smaragdeidechse kommen (weil sie zu Recht befürchten, dass sie gefressen werden könnten), und selbst die größeren Mauereidechsen scheinen ihre grünen Nachbarn zumindest zu meiden. Aber es ist durchaus nicht ungewöhnlich, dass sich Mauereidechsen direkt neben den Bilineatas in der Sonne aalen oder sogar über sie hinwegklettern, ohne irgendwelche Anzeichen von Angst zu zeigen. Mauereidechse (Podarcis muralis) links, sowie Smaragdeidechse (Lacerta bilineata) rechts auf der Mauer beim Sonnenbad; die beiden Arten teilen sich oftmals den Lebensraum Wahrscheinlich hängt der "Beziehungsstatus" dieser beiden Eidechsenarten davon ab, was für einen Lebensraum sie sich teilen, wie reichhaltig das Nahrungsangebot für beide Arten ist und ob sie einander überhaupt ausweichen können. Übrigens kommt es auch durchaus vor, dass Mauereidechsen sich gegenseitig fressen (ich war Zeuge eines solchen Vorfalls und habe ihn gefilmt ; weiter unten gibt es zudem auch noch ein Foto des "Kannibalen", dem das "Corpus Delicti" - der Schwanz des verspeisten Opfers - immer noch aus dem Maul hängt). Faszinierend ist auch, dass Mauereidechsen am selben Standort in mindestens sechs verschiedenen Aussehenstypen, sogenannten "Morphs" (abgeleitet von Morphologie) vorkommen können, was innerhalb einer einzigen Art - und dann noch im selben Habitat - im Tierreich etwas sehr Besonderes ist. Falls Sie also schon einmal grünliche Exemplare mit orangefarbenem Brust-/Bauchbereich, sowie braune Tiere mit gelber Unterseite oder grauebraune Mauereidechsen mit blauen "Saphiren" an den Seiten beobachtet haben und zu dem Schluss gekommen sind, dass dies die Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen oder subadulten Tieren sein müssen, so lagen Sie ziemlich sicher falsch. All diese unterschiedlichen Exemplare können durchaus gleich alt sein und dasselbe Geschlecht haben - und sie gehören definitiv alle zur gleichen Art. Es ist nur so, dass sich Mauereidechsen im Laufe ihrer Evolution zu diesen sechs unterschiedlichen Aussehenstypen entwickelt haben (die auch bestimmte andere Unterschiede mit sich bringen, z. B. in Bezug auf ihr Immunsystem - all das können Sie bei Wikipedia nachlesen). Und darüber hinaus gibt es auch wahrscheinlich auch noch regionale Unterschiede. Obwohl Mauereidechsen also nicht so auffällige "Paradiesvögel" wie die Smaragdeidechsen sind, haben sie durchaus ein Faible für Abwechslung und bunte Variationen, und persönlich finde ich sie mindestens so schön, wie ihre extravaganten Cousinen :-) Alle hier gezeigten Individuen habe ich in meinem Garten im Tessin oder dessen unmittelbarer Umgebung fotografiert. Falls Sie Interesse haben, finden Sie eine Auswahl meiner besten Tier- und Naturfotos hier
- Die Gelbgrüne Zornnatter und ihre Beute
GELBGRÜNE ZORNNATTER (HIEROPHIS VIRIDIFLAVUS), TESSIN, 09-2021 Bei der Schlange auf dem Foto oben handelt es sich um eine Gelbgrüne Zornnatter (Hierophis Viridiflavus). Das Reptil gehört zu den grössten Schlangen der Schweiz und sogar Mitteleuropas und kann in seltenen Fällen bis fast 2 Meter lang werden. Die Art ist normalerweise äusserst scheu; meiner Erfahrung nach flieht sie mit enormer Geschwindigkeit, sobald sie spürt oder sieht, dass sich ein Mensch nähert. Da sie aber eine eher weite Fluchtdistanz hat, fühlt sich die Zornnatter unter Umständen schon in die Ecke getrieben und geht anstelle von Flucht zum Drohen - und auch Angriff - über, wenn die meisten anderen Schlangenarten eine direkte Konfrontation immer noch vermeiden würden. Ihren Namen "Zornnatter" hat die Schlange denn auch ihrem Temperament zu verdanken: wenn sie keinen Ausweg mehr sieht, zischt sie laut und richtet sich auch mal auf wie eine Kobra, und wenn das nicht hilft, beißt sie zu, wobei sie sich manchmal regelrecht "verbeisst" und nicht mehr loslässt (aber nur um das klarzustellen: Zornnattern sind ungiftig und völlig harmlos - sie ziehen einfach einen sehr guten "Bluff" ab ;-) Die Schlange auf dem Foto hatte mich definitiv gesehen (wahrscheinlich lange bevor ich sie sah), und wer denkt, dass sie in der Tat etwas zornig aussieht, liegt wahrscheinlich nicht ganz falsch: sie hat sich sicher nicht gefreut, mich zu sehen. Und trotzdem ist das Tier nicht geflohen. Es war Anfang September und ich war gerade dabei, das ausgedehnte Heckenkirschengebüsch direkt vor meinem Garten im Tessin mit dem Fotoapparat nach Smaragdeidechsen abzusuchen (die lokale Eidechsen-Population liebt diesen Strauch, und es findet sich fast immer eine Smaragdeidechse der Art Lacerta bilineata darin), als ich plötzlich feststellte, dass ein krummer Ast, der sich über einen Teil des Strauchs erstreckte, Schuppen hatte. Da die Schlange noch nicht geflüchtet war, glaubte ich, sie hätte mich nicht bemerkt und nahm fälschlicherweise an, ihr Kopf sei am von mir aus gesehen weiter entfernten Ende des Körpers (beide Körperenden der Schlange waren im Laub verborgen, wie man auf dem Foto sehen kann). Als ich dort aber keinen Kopf entdecken konnte, wurde mir klar, dass er wohl doch am mir näheren "Schlangenende" sein musste und dass das Tier mich daher unmöglich nicht bemerkt haben konnte, denn dieses nähere Ende war nur etwa 1.5 Meter von mir entfernt und genau auf mich gerichtet. Da ich den Schlangenkopf aus meiner Perspektive aber nicht sehen konnte, ging ich etwas in die Knie, um unter die Blätter zu schauen. Nun sah ich mich direkt einem Augenpaar gegenüber, das mich mit dem intensiven Blick fixierte, den man auf dem Foto sieht. Wieso das Reptil jedoch nicht floh, war mir ein Rätsel: ich hatte während über 30 Jahren und vieler Begegnungen mit Zornnattern nie erlebt, dass ein Tier sich so verhielt. Aber natürlich war ich dankbar, denn es ist nicht leicht, eine Nahaufnahme von einer Schlange zu machen, die normalerweise so scheu ist. Und dann sah ich den Grund für das auffällige Verhalten: Nur 80 Zentimeter von der Schlange entfernt sonnte sich eine grosse männliche Smaragdeidechse. Jetzt wurde mir alles klar: Ich hatte die Natter offensichtlich genau in dem Moment gestört, als sie sich auf ein saftiges Echsenmahl vorbereitete. So sehr meine Anwesenheit für die Schlange Stress bedeutete, sie war schlicht nicht bereit, eine so gute Gelegenheit auf ein Festessen in den Wind zu schlagen und hoffte wohl, ich würde einfach weitergehen. Die Smaragdeidechse döste währenddessen friedilich mit halbgeschlossenen Augen auf ihrem Ast und hatte weder mich noch die Jägerin bemerkt, auf deren Mittagsmenu sie stand. Smaragdeidechse (Lacerta bilineata) beim Sonnenbad Nun befand ich mich in einem Dilemma. Mein Problem: Smaragdeidechsen sind meine erklärten Lieblingstiere, und obwohl ich auch ein grosser Schlangenfreund bin, ist mir die kleine lokale Smaragdeidechsenpopulation - die unentwegt von den vielen Katzen im Dorf belagert und leider auch dezimiert wird und immer kurz vor dem Verschwinden steht - besonders ans Herz gewachsen. Ich beobachte die Tiere seit vielen Jahren, und der Verlust eines jeden geht mir wirklich nahe. Aber anders als bei der Bedrohung durch die Katzen (was ein menschliches Problem ist, an dem die Katzen - die ich als Haustiere sehr gerne mag - keine Schuld tragen), war diese Schlange ja ein natürlicher Feind, der nur Hunger hatte; ich wusste also, dass es mir nicht zustand, in die Natur einzugreifen. Nun ist es jedoch eine Sache, zu wissen, was richtig ist - und eine ganz andere, das Richtige auch tatsächlich zu tun. Zu meiner Schande entschied ich mich nämlich, genau das zu machen, was ich als leidenschaftlicher Naturbeobachter sonst immer aufs Heftigste verurteile: ich beschloss, die Smaragdeidechse zu retten. Ich bin wahrlich nicht stolz auf mein Verhalten und es gibt hier nichts schönzureden, aber vielleicht bringt euch eine Schilderung meiner nachfolgenden, unsagbar dümmlichen Herangehensweise wenigstens zum Schmunzeln. Die Zornnatter mit einem Zweig oder dergleichen wegzuscheuchen kam für mich nicht in Frage (ihr seht, wenigstens einen Funken ethischer Grundsätze war bei mir immerhin noch vorhanden, auch wenn es das nicht besser macht). Stattdessen kam ich auf die glorreiche Idee, die Aufmerksamkeit der Smaragdeidechse zu erregen. Dies zu erreichen versuchte ich (und ich schwöre, das ist die reine Wahrheit), indem ich eine wellenartige Bewegung mit meinem Arm und meiner Hand machte. Schliesslich war dies die unmissverständliche Geste für "SCHLAAANGEE!!!", die die Mensch-Eidechse Kommunikationsbarriere problemlos überwinden würde - und das hätte sie auch (darauf bestehe ich!), aber dummerweise pennte Herr Smaragdeidechse und hatte nun die Augen sogar ganz geschlossen. Also flüsterte ich (und auch das ist leider wirklich wahr): "Heeey, da ist eine riesige Schlange direkt neben dir!" Natürlich flüsterte ich auf Italienisch; diese Smaragdeidechse war noch nie außerhalb unseres Dorfes gewesen, also war mir klar, dass sie kein Deutsch verstand ;-) . Keine Reaktion. Schliesslich, in einem letzten verzweifelten Versuch, schüttelte ich den Ast, auf dem sie saß, und nun öffnete sie etwas benommen ihre Augen. Das Zielobjekt meiner ungeschickten Rettungsversuche brauchte eine knappe Sekunde, um zu begreifen, dass da ein zweibeiniges, riesiges Monster an seinem Sonnenplätzchen rüttelte, aber dann brachte es sich mit einem Hechtsprung in die Sicherheit des Blätterdickichts - unmittelbar verfolgt von der Schlange! Zornnattern sind extrem flinke Jäger, und duch meine idiotische Aktion hatte ich meinen Schützling - der keine Ahnung hatte, dass überhaupt eine Schlange auf ihn lauerte - vermutlich erst recht ins Verderben gestürzt. Um ehrlich zu sein, ich habe keine Ahnung, wie das Drama im dichten Gebüsch ausging. Jägerin und Gejagte verschwanden gleichzeitig unter lautem Geraschel, dann war es still; ich hörte nicht das geringste Geräusch, das auf einen Kampf hingedeutet hätte (was nicht bedeuten muss, dass die Smaragdeidechse entkam). Als ich etwa eine Stunde später zu der Heckenkirsche zurückkam, entdeckte ich ein grosses Smaragdeidechsenännchen, von dem ich mir (fast) sicher bin, dass es dasjenige war, das ich zu retten versucht hatte. Es bewegte sich nicht, als ich mich ihm näherte, und war entweder vor Angst komplett gelähmt (bzw. vor Schock, nachdem es nur knapp dem Tod entronnen war), oder es verliess sich einfach auf seine Tarnung (was für die Art nicht untypisch ist), in der Hoffnung, ich würde es nicht sehen. Auf jeden Fall ermöglichte es mir die besten Nah- und sogar Makroaufnahmen, die ich je von einer Smaragdeidechse machen konnte (wer Interesse hat, findet die besten Fotos hier ). Natürlich rede ich mir bis heute ein, dass Herr Smaragdeidechse aus Dankbarkeit so für mich posiert hat ;-) Falls Sie Interesse haben, finden Sie eine Auswahl meiner besten Tier- und Naturfotos hier
- Die Westliche Smaragdeidechse: Beschreibung Der Jungen
Junge Westliche Smaragdeidechse (Lacerta bilineata) mit braunem Rücken und gelbgrüner Unterseite Junge westliche Smaragdeidechsen (Lacerta bilineata) sind in der Regel braun, wobei die untere Gesichtspartie sowie Brust- und Bauchbereich gelbgrün sind. Mit dieser Färbung sind sie hervorragend getarnt, besonders im Gebüsch zwischen Blättern, wo sich die Reptilien während der ersten Monate nach dem Schlüpfen bevorzugt aufhalten. Junge Smaragdeidechse (Lacerta bilineata), gut getarnt in einem Strauch Als adoleszente und subadulte Tiere entwickeln sie innerhalb eines Jahres helle Linien an beiden Flanken, welche auch gepunktet sein können. Der lateinische Name der Art - Lacerta bilineata - bezieht sich auf dieses Farbmuster und bedeutet "Eidechse mit zwei Linien". Junge Smaragdeidechse (Lacerta bilineata) beim Sonnenbad auf einem Stein, die typischen zwei Linien auf dem Rücken und die Flecken sind gut sichtbar Diese weissen Linien treten oft in Kombination mit schwarzen Flecken auf, bevor nach und nach das für erwachsene Männchen oder erwachsene Weibchen typische Farbmuster erscheint, welches nach 1.5 - 2 Jahren dominiert. Mit ca. 2 Jahren sind Westliche Smaragdeidechsen erwachsen und geschlechtsreif. Eine detailliertere Beschreibung der Spezies Lacerta bilineata mit viel mehr Fotos finden Sie hier . Falls Sie Interesse haben, finden Sie eine Auswahl meiner besten Tier- und Naturfotos hier
- Die Westliche Smaragdeidechse: Beschreibung Der Weibchen
Weibchen der Westlichen Smaragdeidechse (Lacerta bilineata) beim Sonnenbaden Bei Westlichen Smaragdeidechsen (Lacerta bilineata) sind die Weibchen in der Regel etwas kleiner als die Männchen und die Farbmuster viel variantenreicher. Sie erreichen zwischen 25-35 cm Körperlänge, wobei der Schwanz etwa doppelt so lang ist, wie der Körper. Kopf und Rumpf der weiblichen Tiere sind etwas schmaler als bei männlichen Tieren. Smaragdeidechsen, Männchen (mit blauem Kopf) und Weibchen (mit türkisem Kopf) beim Aufwärmen auf einem Stein Im Gegensatz zu den Männchen , gibt es beim Aussehen der Weibchen grosse Unterschiede. Besonders die Farben und Farbmuster variieren stark. Die Färbung reicht von braun bis dunkelgrün und von hellgrün bis hin zu smaragdgrün, türkis und blau. Auch Varianten, die fast identisch wie Männchen aussehen, sind möglich. Weibchen der Smaragdeidechse (Laceta bilineata), die Färbung ist hier sehr ähnlich wie bei männlichen Tieren Die Rückenmuster der Weibchen sind sehr unterschiedlich und können sowohl einheitlich gefärbt wie auch gefleckt oder gestreift sein. Westliche Smaragdeidechse (Lacerta bilineata), Weibchen mit eher seltener Färbung und ungewöhnlichem Schuppenmuster Nachfolgend ein paar weitere Beispielbilder von weiblichen Smaragdeidechsen; eine noch genauere Beschreibug der Art Lacerta bilineata sowie eine grössere Anzahl von Beispielfotos für die unterschiedliche Morphologie der Weibchen finden Sie hier . Falls Sie Interesse haben, finden Sie eine Auswahl meiner besten Tier- und Naturfotos hier
- Die Westliche Smaragdeidechse: Beschreibung Der Männchen
Westliche Smaragdeidechse (Lacerta bilineata), Männchen mit dem für die Art typischen blauen Kopf Bei Westlichen Smaragdeidechsen (Lacerta bilineata) haben die Männchen normalerweise eine auffällig gelblich-grüne bis smaragdgrüne Farbe. Der Rücken ist durchsetzt mit schwarzen Punkten. Der Bauch ist gelb bis gelbgrün; das Gesicht blaugrün bis blau, wobei sämtliche Farben während der Paarungszeit viel intensiver sind. Männchen der Westlichen Smaragdeidechse (Lacerta bilineata) mit typischer Färbung während der Paarungszeit; der Körper ist intensiv smaragdgrün und der Kopf leuchtend blau Smaragdeidechse (Lacerta bilineata), Männchen mit gelbem Bauch und blauem Kopf Insbesondere Kopf/Gesicht sind im Hochzeitskleid während der Monate Mai bis Juni oftmals leuchtend blau. Adulte Tiere erreichen Körperlängen (inkl. Schwanz) von 30-45cm. Der Schwanz ist meist etwa doppelt so lang, wie der Körper. Die Männchen sind ein wenig grösser als die Weibchen , mit einem etwas breiteren Kopf und Körper. Eine detailliertere Beschreibung der Westlichen Smaragdeidechse mit viel mehr Fotos finden Sie hier . Falls Sie Interesse haben, finden Sie eine Auswahl meiner besten Tier- und Naturfotos hier
- Grosse Spinne Im Haus: Giftig Und Gefährlich?
Eine grosse, giftige Spinne: die Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana), hier mit gut sichtbaren Giftklauen Falls Sie eine grosse, unbekannt aussehende Spinne in ihrem Haus gefunden haben und sich nun fragen, ob diese giftig und gefährlich ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit relativ gross, dass es sich nicht um eine tödliche "Bananen-Spinne" aus den Tropen handelt, vor deren Biss Sie sich tatsächlich fürchten müssen (obwohl man natürlich nie ganz sicher sein kann ;-). Die Erklärung für die Anwesenheit ihres achtbeinigen Besuchers ist vermutlich nicht ganz so spektakulär. Immer häufiger sind grosse Spinnen wie zum Beispiel die Schwarzbäuchige Tarantel (Hogna radiata) oder die Nosferatu-Spinne (Zoropsis Spinimana) auch in unseren nördlichen Breitengraden im Haus anzutreffen. Natürlich sind diese aus Südeuropa eingewanderten Arachniden wie alle Spinnen giftig, allerdings geht von ihnen für Menschen keinerlei Gefahr aus (höchstens für Allergiker, wobei die sich grössere Sorgen um einheimische Tiere wie Bienen oder Wespen machen müssen). Eine Tarantel bei uns im Norden: Die Schwarzbäuchige Tarantel (Hogna radiata) stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, ist nun jedoch schon bis in die Schweiz vorgestossen Grosse Spinnen wie die oben genannten können mit ihren Giftklauen - den Cheliceren - die menschliche Haut durchdringen, das gilt aber auch für einige der grösseren einheimischen Arten wie z.B. Eratigena atrica (die Grosse Winkelspinne), die ebenfalls häufig in unseren Häusern anzutreffen ist. Ein Biss dieser Spinnen kann kurz schmerzhaft sein und zu einer vorübergehenden Rötung der Haut an der betroffenen Stelle führen, aber wie gesagt ist dies nicht gefährlich. Zudem sind diese Spinnen nicht aggressiv, und sie beissen nur, wenn man sie provoziert (und oftmals nicht mal dann). Vor allem sind es Nützlinge, die unsere Häuser von allerlei lästigen Insekten fernhalten. Die Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana) sieht aus wie eine Wolfspinne, sie gehört aber zu den Kräuseljagdspinnen Es bedarf wohl auch einer Klärung, was eine "echte" Tarantel ist, da die Bezeichnung je nach Land und Sprache oftmals unterschiedlich verwendet wird. Streng genommen existiert nämlich nur eine Tarantel, nämlich Lycosa tarantula: die Apulische Tarantel. In der Region Apulien wurde diese grosse Wolfspinne als "Tarantola" (nach der Stadt Tarent) bezeichnet. Vermutlich gelangte diese Bezeichnung durch italienische Einwanderer nach Amerika, von wo aus der Name den Rest der Welt eroberte. Heutzutage werden in der englischsprachigen Welt alle Spinnen aus der Familie der Vogelspinnen (Theraphosidae) als "Tarantula" bezeichnet, während im Deutschen, Italienischen und im Französischen grosse Spinnen aus der Familie der Wolfspinnen (Lycosidae) oftmals als "Taranteln" bezeichnet werden (die Nosferatu-Spinne sieht zwar aus wie eine Wolfspinne, sie gehört aber zu einer eigenen Familie, jener der Kräuseljagdspinnen). Im Spanischen ist es sogar noch etwas komplizierter, da je nach Kontinent der eine oder der andere Begriff verwendet wird: in Europa wird die Bezeichnung "Tarantel" auch für Spinnen aus der Familie der Lycosidae verwendet, während in der Neuen Welt fast nur Spinnen der Theraposidae als Taranteln bezeichnet werden). Die Fotos wurden alle in meinem Garten im Tessin in der Schweiz aufgenommen (die Spinnen habe ich aber im Haus gefunden; bevor ich sie wieder in die Freiheit entliess, mussten sie noch für ein kurzes Foto-Shooting hinhalten :-) Eine Schwarzbäuchige Tarantel beim Putzen der Cheliceren Falls Sie Interesse haben, finden Sie eine Auswahl meiner besten Tier- und Naturfotos hier
- Eidechsen In Den Garten Locken: So Geht's
Eine Smaragdeidechse (Lacerta bilineata), angelockt durch einem Holzhaufen in meinem Naturgarten Wer einen konventionellen Garten so umgestalten möchte, dass sich Reptilien wie Eidechsen und Schlangen - aber auch Insekten und viele andere Tiere - darin wohlfühlen, der muss eigentlich nicht viel tun. In der folgenden Fotostrecke zeige ich am Beispiel meines eigenen Gartens in 6 einfachen Schritten, wie man eine "Rasenwüste" in ein farbiges Naturparadies voller Leben verwandelt und Eidechsenhotels baut. Vor wenigen Jahren sah mein Garten im Tessin noch so aus: Garten mit flachem Rasen, welcher Reptilien und Insekten weder Nahrung noch Verstecke bietet Ein solcher Rasen wie auf dem Foto oberhalb ist für die meisten Reptilien eine Katastrophe. Gerade Eidechsen können sich auf den Rasenstoppeln nur mühsam fortbewegen und werden auf der offenen Fläche zur einfachen Beute für Katzen und Raubvögel. Aber es gibt auch keine Blumen, die mit ihrem Nektar Insekten - die Nahrung für viele Tiere im Gaten - anlocken. Mein 1. Schritt war es, den Rasen mitsamt den Wurzeln komplett zu entfernen. Um den Garten etwas reptilienfreundlicher zu gestalten, wäre dieser Schritt zwar nicht zwingend notwendig gewesen (man kann Holz- und Steinhaufen schliesslich auch direkt auf den Rasen legen), aber mein Ziel war ein Naturparadies voller Wildblumen und Kräuter, das auch für Insekten und eigentlich alle lokalen Wildtiere attraktiv sein würde. Zudem hatte ich schon mal den Versuch unternommen, den Rasen nur partiell zu entfernen, was vorübergehend auch erfolgreich war: https://de.lacerta-bilineata.com/post/schwalbenschwanz-papilio-machaon-in-den-garten-locken-tessin-schweiz - aber im Jahr darauf schon hatte das Gras alles wieder überwuchert. Wer sich wundert, wie es überhaupt zu diesem grässlichen Rasen im Garten kam, dem sei ebenfalls der Link oberhalb empfohlen. Der erste Schritt zum Naturgarten: die komplette Rasennarbe wurde entfernt Das Entfernen des Rasens habe ich Ende Februar vorgenommen, da ich genügend Zeit haben wollte, um Wildblumen anzusäen, die noch im selben Jahr blühen würden. Tip zum Vorgehen : mit dem Spaten einer Linie entlang in den Rasen stechen bis in die Tiefe der Rasenwurzeln (die Tiefe der Wurzeln lässt sich einfach überprüfen, indem man eine angestochenes Stück Rasen mal hochzieht - sie ist bei herkömlichen Rasensorten aber selten sehr tief). Die angestochene Fläche lässt sich dann oftmals wie ein Teppich mitsamt den Wurzeln "aufrollen", wodurch man sehr rasch vorwärtskommt. Nachdem der Rasen entfernt war, habe ich die Erde dort, wo dies nötig war, oberflächlich etwas mit einer Harke aufgelockert, um dem Saatgut eine etwas einfachere Keimung zu ermöglichen - das war Schritt 2. Anschliessend hab ich als 3. Schritt ein paar Wege angelegt, indem ich an den gewollten Stellen einfach die Erde flach getreten habe. Solche Wege sind hilfreich, wenn man - wie ich - gerne im Garten die Tiere beobachtet und fotografiert und sich dabei fortbewegen will, ohne die Pflanzen zu zertrampeln. Man könnte auch noch etwas Schotter auf diese Wege sträuen, ich hab jetzt vorerst mal darauf verzichtet (im Nachhinein hab ich mich aber etwas geärgert, dass ich die Wege so symmetrisch angelegt habe, weil dies überhaupt nicht nötig gewesen wäre). Diese Wege sind aber auch wichtig, da dort mehr Sonnenlicht einfällt, was gewisse Pflanzen brauchen; durch die unterschiedlichen Lichtverhältnisse bilden sich im Garten mit der Zeit dann automatisch unterschiedliche Mikroklimata mit entsprechend variierender Flora und Fauna. Aber auch Schlangen und Eidechsen benutzen gerne solche Wege; sowohl um sich zu Sonnen wie auch zur einfacheren Fortbewegung. Nach dem Festtreten der Wege, habe ich - und das war Schritt 4 - die Samen für die geplante Blumenwiese direkt auf die lockere Erde der verbleibenden Gartenpartien ausgesträut (Saatgut für einheimische Wildblumenmischungen sind mittlerweile in jeder grösseren Gärtnerei und sogar in vielen Supermärkten erhältlich). Wildblumensamen brauchen keine weitere Hilfe zum Keimen, aber natürlich treiben sie schneller aus, wenn die Erde etwas feucht ist und die Temperaturen mild sind. Grundsätzlich ist vor allem Geduld angesagt. Steinhaufen bieten Eidechsen und Schlangen ideale Verstecke, sie sonnen sich darauf aber auch gern Auf dem Bild oben ist es Anfang Mai; es sind also etwas mehr als zwei Monate seit der Aussaat vergangen, und man sieht, dass die Wildblumen gekeimt haben (die grösseren sichtbaren Pflanzen - es handelt sich unter anderem um Schwertlilien, Phlox, Rosmarin, Lavendel, Feldskabiosen und Margheriten - wachsen schon seit Jahren im Garten; die hatte ich nicht entfernt). Schritt 5 bestand darin, dass ich jede Menge Steine in den Garten gebracht habe. Mit diesen habe ich eine natürliche Grenze zwischen der geplanten Wildblumenwiese und den schon vorhandenen Gartenblumen geschaffen. Die Steine und Steinhaufen sind allesamt so angelegt, dass es unter und zwischen ihnen viele Hohlräume gibt, in welchen sich Reptilien verstecken können. Flache Steine eignen sich für solche "Eidechsenhotels" besonders gut, denn wenn man sie schräg gegeneinander stellt, entstehen darunter ideale Verstecke, die für Schlangen und Eidechsen wie kleine Tunnels funktionieren. Gerade Eidechsen sonnen sich aber auch sehr gern auf solchen Steinen. Zudem sorgen sie wie die Wege für offene Flächen im Garten, wo mehr Sonnenlicht einfallen kann. Die Wildblumenwiese wächst... Wieder sind etwa 3 Wochen vergangen; das Bild oben stammt von Ende Mai. Wie man sieht, wachsen die Pflanzen, während die Wege frei bleiben. In der Zwischenzeit habe ich als 6. Schritt auch noch mehrere kleine Baumstrünke in den Garten gebracht. Holz hat gerade im Frühjahr und im Herbst gegenüber Stein den Vorteil, dass es sich rasch erwärmt, weswegen Reptilien es während der kühlen Jahreszeiten zum Sonnen bevorzugen. Aber zusammen mit dem Steinhaufen bieten diese Holzstrünke den Reptilien in meinem Garten auch erhöhte Positionen, von wo aus sie ihre Umgebung beobachten können. Eidechsen sind sehr territorial, und solche "Aussichtsplätze" bilden oftmals wichtige Fixpunkte in ihrem Revier, welche sie gegen Rivalen verteidigen. Im nächsten Bild habe ich diese Stellen extra hervorgehoben: Auf dem Foto sind vier besonders beliebte Wurzelstrünke und Steinhaufen in meinem Naturgarten eingezeichnet Im Laufe des Jahres zogen mehrere Smaragdeidechsen (Lacerta bilineata) in den Garten ein, und ein Männchen nutzte ab August genau diese 4 Fixpunkte (siehe Bildstrecke unten). Es ist wichtig zu erwähnen, dass es in der Umgebung rund um meinen Garten schon immer Smaragdeidechsen gab, jedoch waren sie während der Zeit der "Rasenwüste" nicht mehr in meinen Garten anzutreffen. Die Kombination von vielen Katzen in der Nachbarschaft und den fehlenden Versteckmöglichkeiten in meinem Garten war für die Tiere tödlich. Kaum hatte ich aber den Rasen komplett entfernt und Holz- und Steinhaufen für die Reptilien angelegt, ging es nicht lange, bis die Eidechsen - und auch Schlangen - den Garten wieder besiedelten. Somit haben in meinem Fall die geschilderten 6 Schritte genügt, um aus meinem Garetn ein Habitat für diese faszinierenden und wunderschönen Tiere zu erschaffen. Voraussetzung dafür war aber, dass es in dem Gebiet rund um meinen Garten noch Reptilienpopulationen gab, was leider an vielen Orten nicht mehr gegeben ist. Die Nummern der Standorte auf den nachfolgenden Bildern beziehen sich auf das Foto oben: Smaragdeidechsenmännchen sonnt sich auf Baumstrunk Nr.1 Nahaufnahme desselben Männchens, wie es sich auf Baumstrunk Nr.1 sonnt Baumstrunk Nr.2 ist ebenfalls beliebt bei Herr Smaragdeidechse Und auch Baumstrunk Nr. 3 wurde von den Eidechsen gerne in Beschlag genommen... Und auch der Steinhaufen (Nr. 4) wurde zur "Eidechsenburg" Auch den unteren Teil des Gartens habe ich mit Baumstrünken, Holzhaufen und Steinhaufen reptilienfreundlich gestaltet. Wichtig zu erwähnen: Über den ganzen Garten verteilt sollten Versteckmöglichkeiten für Reptilien nicht zu weit auseinander liegen, damit sich die Tiere nie allzuweit ungeschützt über offene Flächen bewegen müssen. Beim Anlegen der Sonnenplätzchen und Verstecke habe ich zudem darauf geachtet, wo in meinem Garten jeweils schon früh am Morgen und auch noch Abends die Sonne hinscheint. Dieses Vorgehen hat sich bewährt; bald schon konnte ich Schlangen und Eidechsen mit den ersten - und den letzten - Sonnenstrahlen in meinem Garten beobachten. Ein Holzhaufen an einer Stelle mit Morgensonne Derselbe Holzhaufen wie auf dem Bild oben in der Morgensonne, aber etwas später im Jahr, mittlerweile von mehr Pflanzen umwuchert und mit einem Gast: eine junge Zornnatter (Hierophis viridiflavus) sonnt sich darauf In dieser Ecke des Gartens hat es jeweils am meisten Abendsonne, weswegen ich auch hier einen Wurzelstrunk sowie Holzhaufen und Steine hingelegt habe Dieselbe Stelle Ende Mai, nun mit etwas mehr Pflanzenbewuchs (wer genau hinschaut, sieht ein rotes Gefäss mit Wasser versteckt unter der Wurzel; gerade Smaragdeidechsen trinken sehr gern, wenn es länger heiss und trocken ist, daher empfiehlt es sich, ihnen eine Trinkgelegenheit anzubieten) Und hier ist nochmals derselbe Wurzelstrunk, nun mit einem Smaragdeidechsenmännchen, das sich sonnt Und hier noch eine Nahaufnahme desselben Männchens Das ganze Jahr über konnte ich Schlangen und Smaragdeidechsen in meinem Naturgarten beobachten, aber auch viele weitere Tiere - besonders Insekten und Vögel - kamen auf Besuch. Insbesondere Hummeln, Bienen und Schmetterlinge freuten sich über die Vielzahl von unterschiedlichen Blütenpflanzen, denn die Wildblumen entwickelten sich fantastisch, wie die nachfolgende Fotogalerie zeigt: Wer Freude an der Natur hat, dem kann ich nur empfehlen, es mir gleich zu tun, und seinen Garten in ein farbiges Paradies für Wildtiere zu verwandeln. So weit es mich betrifft, bin ich sehr zufrieden mit dem Resultat :-) Smaragdeidechse in meinem Garten Zornnatter in meinem Naturgarten Smaragdeidechsen in meinem Naturgarten, Männchen und Weibchen Falls Sie Interesse haben, finden Sie eine Auswahl meiner besten Tier- und Naturfotos hier
- Kannibalismus Bei Mauereidechsen
Kannibalismus bei Mauereidechsen (Podarcis muralis), ein grosses Männchen frisst ein kleineres Weibchen Kannibalismus ist bei Eidechsen allgemein nicht ungewöhnlich, kommt aber wahrscheinlich nicht sehr häufig vor. Bei den Mauereidechsen (Podarcis muralis) fressen die größeren Männchen meiner Erfahrung nach so ziemlich alles, was in ihr Maul passt, aber in den 40 Jahren, während denen ich im Tessin Eidechsen beobachte, habe ich nur ein einziges Mal gesehen, dass eine Mauereidechse ein Individuum der eigenen Art verschlungen hat. Das war im Mai 2022, und glücklicherweise konnte ich die Szene fotografieren und filmen: Kannibalismus unter Mauereidechsen, gefilmt in meinem Garten Es war ein gänzlich unerwarteter und ziemlich schockierender Anblick; ein grosses Männchen verschlang ein kleineres Weibchen komplett - bis nur noch die Schwanzspitze des Opfers aus seinem Maul hing, wie eine grotesk überdimensionierte Zunge. Mauereidechse (Podarcis Muralis), Kannibalismus; das Männchen hat ein kleineres Weibchen gefressen, Tessin 05-2022 Zunächst glaubte ich, es handle sich um ein Paarungsritual; das Männchen packte das kleine Weibchen am Kopf und schleifte es eine Weile mit sich herum. Es sah so aus, als hätte Herr Mauereidechse Frau Mauereidechse aus Versehen am falschen Ende erwischt, denn bei der Paarung beissen die männlichen Mauereidechsen die Weibchen ebenfalls, aber eben nicht in den Kopf, sondern normalerweise in die Seite nahe der Schwanzwurzel, um ihre Partnerin festzuhalten. Doch plötzlich biss das Männchen so stark zu, dass das Weibchen zu bluten begann und sich zusammenkrümmte, und ich konnte gerade noch rechtzeitig den Photoapparat holen und filmen, wie es begann, die kleinere Artgenossin Kopf voran herunterzuschlucken. Das Weibchen sieht auf den Fotos kleiner aus, als es war, da es in seinem Todeskampf schon zusammengekrümmt und verdreht ist. Zudem handelt es sich bei dem Männchen um ein aussergewähnlich grosses Exemplar, was vielleicht mit ein Grund dafür ist, dass es kleinere Artgenossen gelegentlich als Nahrung betrachtet. Ich halte es aber auch für möglich, dass es sich hier tatsächlich um ein Paarungsritual handelte, dass schiefgelaufen ist; diese Eidechsen haben nicht gerade das grösste Gehirn, und wenn sie mal ein kleineres Tier im Maul festhalten, kann der Impuls, es herzunterzuschlucken vielleicht manchmal plötzlich stärker sein, als der, sich fortzupflanzen ;-) Falls Sie Interesse haben, finden Sie eine Auswahl meiner besten Tier- und Naturfotos hier















