Kann Die Gottesanbeterin Beissen Oder Stechen, Oder Ist Sie Giftig?
- Lacerta Bilineata

- vor 7 Tagen
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Gottesanbeterinnen sind nicht gefährlich für den Menschen; sie stechen nicht und sind nicht giftig, und sie beißen nur zur Verteidigung, wenn man sie in der Hand hält (ohne jedoch schwere Verletzungen zu verursachen). Man sollte sich glücklich schätzen, wenn man sie sieht, da sie in nördlichen Ländern wie Deutschland, Österreich und der Schweiz selten sind. Zudem sind sie in der Regel sehr gut getarnt.

Gottesanbeterinnen sind Lauerjäger, die regungslos verharren, bis ein Beutetier in Reichweite ihrer Fangbeine auftaucht. Vor allem Insekten wie Heuschrecken und Grillen gehören zum Beutespektrum, aber Gottesanbeterinnen sind Opportunisten, die grundsätzlich fast jedes Tier fressen, das sie von der Grösse her überwältigen können - selbst kleine Wirbeltiere wie zum Beispiel junge Eidechsen.
Ist die Beute nah genug, wird sie blitzschnell gepackt und lebendig verspeist. Kannibalismus ist bei der Spezies nicht selten; viele Männchen werden nach oder während der Paarung von den Weibchen gefressen (in Feldstudien war dies bei zwischen 25% und 31% der beobachteten Paarungen der Fall). Es wird angenommen, dass der Hauptgrund für diesen sexuellen Kannibalismus darin besteht, dass die Weibchen so wichtige Nährstoffe bekommen, die eine erfolgreiche Eierproduktion fördern können. Den Namen haben diese faszinierenden Insekten von der Haltung ihrer Fangbeine, die an eine Gebetspose erinnert.

Gottesanbeterinnen können grundsätzlich fliegen, allerdings sind adulte Weibchen oftmals zu schwer dafür, während die kleineren Männchen eher dazu neigen, Strecken im Flug zurückzulegen. Die Weibchen werden bis zu 8 cm lang, die Männchen max. 6 cm. Die Lebenserwartung von Mantis religiosa beträgt ca 7 - 12 Monate, wobei die Weibchen länger leben, als die Männchen.

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